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Erklärfilme Komplex rein. Klar raus.

Ein Erklärfilm muss nicht alles sagen. Er muss das Richtige so sagen, dass es hängen bleibt.

Darum klären wir zuerst, wer zuschaut, wo der Film läuft und was danach anders sein soll. Erst dann wird gezeichnet.

Illustration aus dem Swiss-Ski-Film: Skigebiet mit Satellit, Solaranlage, Schneekanonen, Pistenraupe und Sessellift
Szene „Moderne Technik“ aus Winter im Wandel für Swiss-Ski2D-Animation · 9:16
So entsteht ein Erklärfilm

Erst verstehen. Dann erzählen.

Jeder Film läuft durch dieselben Stationen. Das macht Zeitpläne verlässlich und Entscheidungen nachvollziehbar.

1

Recherche & Kanal

Worum geht es wirklich, wer schaut zu, auf welchem Gerät, mit oder ohne Ton? Daraus folgen Format, Länge und Tempo.

2

Storyline

Eine klare Dramaturgie in wenigen Akten. Fakten und Gefühl gehören zusammen, ohne erhobenen Zeigefinger.

3

Skizze & Storyboard

Jede Szene wird zuerst gezeichnet und abgestimmt. Änderungen kosten hier Minuten, nicht Tage.

4

Gestaltung & Animation

Illustrationen im Corporate Design, modular gebaut, damit Szenen auch in Social Media, Präsentation oder Print weiterleben.

German Design Award 2026 nominiert

Fallbeispiel

Winter im Wandel

Wie geht es mit dem Schneesport weiter, wenn der Winter wärmer wird? Und wie nachhaltig kann Skifahren sein?

Mit diesen Fragen kam Swiss-Ski. Der Verband wollte seinen Athletinnen und Athleten Orientierung geben, damit sie Fragen zu Klimawandel und Nachhaltigkeit im Schneesport selbst beantworten können. Sachlich, aber mit Zuversicht.

Swiss-SkiAuftraggeber · veröffentlicht Weihnachten 2024
~2Minuten Film

Animation mit Text im Bild

3Wochen

inklusive Recherche, Storyline und Storyboard

2Sprachen

Deutsch und Französisch

73Zeichnungen

für eine einzige wehende Fahne

Der Film

Knapp zwei Minuten, zwei Sprachen.

Swiss-Ski spricht Athletinnen und Athleten in der ganzen Schweiz an. Deshalb gibt es den Film auf Deutsch und in einer französischen Fassung. Bilder und Animation bleiben gleich, nur die Texte im Bild wechseln.

Tipp: Mit dem Schalter unter dem Film wechselst du die Sprache.

Zeitplan

Zwei Minuten Film in drei Wochen.

Inklusive Recherche, drei Storyline-Entwürfen, Storyboard, Illustration, Animation und französischer Fassung.

Woche 1verstehen
  • RechercheKlimadaten, Beschneiung, Energie am Berg
  • Storyline in drei Entwürfenvom ersten Szenenplan zum finalen Text
Woche 2zeichnen
  • Storyboardelf Szenen, im Hochformat gedacht
  • Illustrationmit freien Illustratorinnen nach klarem Briefing
Woche 3bewegen
  • AnimationMotion Design und Frame-by-Frame
  • Musik, Export, Übersetzungdeutsche und französische Fassung
Recherche

Erst die Fakten, dann die Bilder.

Bevor ein Strich gezeichnet war, ging es um Klimadaten, technische Beschneiung und Energie am Berg. Daraus wurden vier Kernaussagen.

+1°

Ein Grad wärmer verändert den Winter. Die Nullgradgrenze steigt bis 2050 um etwa 300 Meter.

↑

In höheren Lagen bleibt Schneesport möglich. In tieferen Lagen wird es schwierig.

❄

Technische Beschneiung arbeitet heute zielgenau. Sie spart Wasser und Energie.

⚡

Beschneiungsanlagen können als kleines Wasserkraftwerk dienen. Sie liefern Strom auch für anliegende Orte.

Format & Zielgruppe

Gebaut für die Jackentasche.

Der Film richtet sich an junge Athleten bis Anfang 30 und wird vor allem über WhatsApp geteilt. Deshalb das 9:16-Reel-Format.

Diese Zielgruppe hört unterwegs meist eigene Musik über Kopfhörer. Wir haben deshalb bewusst auf eine Sprecherstimme verzichtet und die Botschaft als Text ins Bild gesetzt.

Filmszene im Hochformat: Skifahrer vor Schweizer Fahne und Berghütte
9:16Text im BildSprecher
Storyline

Wandel, Lösungen, Zukunft.

Wandel: Ein Grad wärmer verändert den Winter. Tiefer gelegene Skigebiete verlieren Schnee.

Lösungen: Moderne Technik, zielgenaue Beschneiung und Energie aus Wasserkraft und Sonne.

Zukunft: Der Schneesport entwickelt sich weiter, damit er auch 2050 möglich ist.

Filmszene: Thermometer zeigt plus 1 Grad, grüne Hänge statt Schnee
IWandelDie Nullgradgrenze steigt
Filmszene: Schneekanonen am grünen Hang
IILösungenBeschneiung, wo sie sinnvoll ist
Filmszene: Skifahrer vor Schweizer Fahne und Berghütte
IIIZukunftOben am Berg geht es weiter
Charakterstudie

So reduziert wie möglich, so lebendig wie nötig.

Drei Wochen Produktionszeit bestimmen den Stil. Die Figuren sind passend zum Corporate Design von Swiss-Ski minimalistisch angelegt: genug Persönlichkeit, damit man sich wiedererkennt, und schnell genug zu animieren, um die Deadline zu halten.

Figur: Skifahrer im grünen PulliFigur: Snowboarderin in RotDrei weitere Skifahrer-Figuren

Tipp: Fahr mit der Maus über die Figuren.

Vom Strich zum Bild

Erst der Strich, dann die Farbe.

Jede Szene entsteht zuerst als Linienzeichnung. Darin wird abgestimmt, was zu sehen ist und wohin der Blick geht. Erst wenn das sitzt, kommen Farbe und Details dazu.

Zieh den Regler, um Skizze und fertige Illustration zu vergleichen.

Storyboard-Skizze: Skifahrer vor Berg und DorfFertige Illustration derselben SzeneSkizzeIllustration↔
Alle Storyboard-Illustrationen des Films im Überblick
Das komplette Storyboard: elf Szenen, jede im Hochformat gedacht.
Handwerk

73 Zeichnungen für eine Fahne.

Neben klassischer Motion-Animation steckt im Film auch Frame-by-Frame-Animation. Die Schweizer Fahne ist Bild für Bild von Hand gezeichnet. Zusammengesetzt ergeben 73 Zeichnungen die lebendige Bewegung, die ein Programm allein nicht hinbekommt.

Fahr über den Strahl oder zieh daran, um Bild für Bild durchzublättern.

1von 73 Zeichnungen
12 Bilder pro Sekunde
Schluss

Am Ende: das Logo in Bewegung.

Der Film endet mit einer Logo-Animation auf den roten Bergflächen aus dem Corporate Design von Swiss-Ski. Schneeflocken verbinden sich zum Logo, dazu der Satz „Wir sind ein Teil davon.“

2026German Design Award
Auszeichnung

Nominiert. Und aufgenommen in die Galerie.

„Winter im Wandel“ wurde für den German Design Award 2026 nominiert und in die Galerie Best Designs since 2012 aufgenommen.

NominierungGalerie „Best Designs since 2012“
Weitere Erklärfilme

Andere Themen. Dasselbe Denken.

Jedes Projekt startet mit derselben Frage: Was sollen Menschen nachher verstanden haben?

Unternehmensfilm · Automotive

AMS Automotive Systems

AMS wollte zeigen, was das Unternehmen macht und wie es arbeitet: von der Reparatur über Logistik und Lager bis zur Betreuung von Autoherstellern in ganz Europa. Zwei Minuten, die ein ganzes Leistungsspektrum ordnen.

Dokumentation · Kirchengemeinde

Glockensanierung St. Osdag

Echtbild trifft Animation. Wo Fotos und Filmaufnahmen fehlten, füllt die Animation die Lücken in der Dokumentation, bis zurück zu den Glocken, die im Krieg abgehängt wurden.

Fragen zu Erklärfilmen

Was vorher meistens gefragt wird.

Wie lange dauert ein Erklärfilm?

Das hängt von Länge, Stil und Abstimmungsrunden ab. Der Swiss-Ski-Film mit knapp zwei Minuten war nach drei Wochen fertig, Recherche und Storyline eingeschlossen. Möglich war das, weil der Illustrationsstil von Anfang an auf diese Zeit ausgelegt war. Den Zeitplan legen wir nach dem ersten Gespräch gemeinsam fest.

Braucht mein Film einen Sprecher?

Nicht unbedingt. Wenn der Film vor allem stumm oder mit Kopfhörern und eigener Musik geschaut wird, funktioniert Text im Bild oft besser. Läuft er auf einer Messe, Website oder in einer Schulung, kann eine Stimme sinnvoll sein. Das klären wir im ersten Schritt.

Geht der Film auch in mehreren Sprachen?

Ja. Wenn der Text im Bild steht, lassen sich weitere Sprachfassungen mit wenig Aufwand ergänzen. Den Swiss-Ski-Film gibt es auf Deutsch und Französisch.

Welches Format ist das richtige?

Das Format folgt dem Kanal: 9:16 für Smartphone und Messenger, 16:9 für Website, Präsentation und Bildschirm, quadratisch für manche Social-Media-Feeds. Ein Film kann auch in mehreren Formaten angelegt werden.

Was muss ich vorbereiten?

Das Thema, die Zielgruppe, den Ort, an dem der Film laufen soll, und dein Corporate Design, falls es eins gibt. Fachliche Unterlagen helfen, müssen aber nicht sortiert sein. Das Sortieren ist Teil der Arbeit.

Kann ich Teile des Films weiterverwenden?

Ja. Die Filme sind modular gebaut. Figuren, Szenen und Illustrationen lassen sich für Social Media, Website, Präsentationen oder Print weiterverwenden.