Work / Infografiken

InfografikenViel drin. Schnell erfasst.

Eine gute Infografik nimmt Arbeit ab. Man sieht sofort, wo man ist, wohin es geht und was wann passiert.

Dafür sortieren wir zuerst, was wirklich wichtig ist, und lassen den Rest weg. Dann zeichnen wir die Orte und Zeichen, an denen sich das Auge festhalten kann. Ob als Plakat, auf der Website oder in Bewegung auf der Kinoleinwand.

Liniennetz der Hannoverschen Stadtbahn im Stadtkern mit blauer, roter und gelber Linie, Hauptbahnhof und Waterloosäule als Wahrzeichen
Das Tunnelnetz im Stadtkern aus Als Hannover Fahrt aufnahm für die infra
Animierte Infografik · 16:9
So entsteht eine Infografik

Erst sortieren. Dann zeichnen.

Die meiste Arbeit sieht man am Ende nicht: Sie steckt in dem, was weggelassen wurde.

1

Sammeln & sortieren

Stationen, Zeiten, Zahlen, Jahreszahlen. Alles kommt auf den Tisch, auch wenn es noch ungeordnet ist.

2

Ordnung finden

Was muss man auf den ersten Blick sehen, was erst auf den zweiten? Daraus folgen Leserichtung, Raster und Gewichtung.

3

Orientierung zeichnen

Wahrzeichen, Icons und Farben, die man schon kennt. Sie ersetzen lange Legenden.

4

Ausspielen

Als Plakat, auf der Website, in Social Media oder animiert, Schritt für Schritt aufgebaut.

Uraufführung im Apollo Kino 16. November 2025
Fallbeispiel 1 · Animierte Infografik

Als Hannover Fahrt aufnahm

Wie wird aus dem Baubeginn von 1965 das Tunnelnetz, das Hannover heute kennt? In 50 Sekunden, Strecke für Strecke.

2025 feierte die infra zwei Jubiläen: 60 Jahre U-Bahn-Bau und 50 Jahre Stadtbahn. Für den Jubiläumsfilm von hannover.contex 4.0, gebaut aus Neuaufnahmen von Florian Arp und Archivmaterial des NDR, haben wir eine animierte Infografik beigesteuert. Sie zeigt, wie das Netz unter der Innenstadt gewachsen ist.

Auftraggeber · uraufgeführt am 16. November 2025
50Sekunden

Animation im Jubiläumsfilm

8Etappen

von 1965 bis 1993

3Farben

Blau, Rot und Gelb für die drei Äste im Stadtkern

4KAuflösung

gebaut für die Kinoleinwand

Die Animation

Acht Jahreszahlen, ein wachsendes Netz.

Jede Jahreszahl steht für einen neuen Abschnitt. Die Linien wachsen in ihren Farben aus der Innenstadt heraus, zwei Wahrzeichen halten die Orientierung.

Wenn die Kamera zurückfährt, sieht man das ganze Netz auf einmal. Die Stationsnamen bleiben stehen, damit man jede Strecke nachfahren kann.

Tipp: Klick auf eine Jahreszahl, um im Film direkt dorthin zu springen.

1965

Baubeginn: Vor 60 Jahren begann in Hannover der Bau des U-Bahn-Netzes.

Vorher / Nachher

1982 und 1993, übereinander gelegt.

1982 gibt es zwei Äste: Blau nach Norden zum Lister Platz, Rot von der Werderstraße bis zum Altenbekener Damm. Elf Jahre später ist der gelbe Ast dazugekommen, vom Königsworther Platz und der Kopernikusstraße über den Steintor bis zum Braunschweiger Platz.

Zieh den Regler, um beide Stände zu vergleichen.

Netz im Jahr 1982 mit blauer und roter LinieNetz im Jahr 1993 mit blauer, roter und gelber Linie19821993↔
Gestaltung

Wahrzeichen statt Straßenkarte.

Ein echter Stadtplan wäre für 50 Sekunden auf der Leinwand zu voll. Wir haben das Netz deshalb auf die Linien reduziert und zwei Orte gezeichnet, die in Hannover alle kennen: den Hauptbahnhof und die Waterloosäule. Daran hält sich das Auge fest, während die Linien wachsen.

Die Jahreszahlen stehen in Grün, der Farbe der infra. Die Linien behalten ihre Farben.

Strich für Strich: So baut sich die Waterloosäule in den ersten drei Sekunden auf.

Erster Strich der Säule
IStrich
Säule mit Sockel
IISäule
Säule mit Kugel
IIIKugel
Waterloosäule mit Siegesgöttin
IVFigur
Kinosaal im Apollo Kino Hannover-Linden: Auf der Leinwand der Titel Als Hannover Fahrt aufnahm, 50 Jahre Stadtbahn, 60 Jahre U-Bahn-Bau, davor Sessel für die Talkrunde und Publikum
Matinee der infra im Apollo Kino, Hannover-Linden
16. November 2025
Premiere

Mein Name im Abspann.

Am 16. November 2025 hat mich die infra zu ihrer Matinee ins Apollo Kino eingeladen. Ein schöner Nachmittag, kurzweilig moderiert, mit Talkrunden zur Gegenwart und Zukunft des Stadtbahnnetzes und der Stadt Hannover.

Für mich war es auch ein stiller Meilenstein. Als der erste Harry-Potter-Film ins Kino kam, saß ich im Saal und dachte: Wie großartig wäre es, wenn eines Tages meine eigenen Geschichten auf der großen Leinwand laufen würden. Ich habe einen Abschluss in Belletristik, habe viel geschrieben und diesen Traum nie ganz losgelassen.

Viele Jahre später lief zum Jubiläum der infra ein Film, zu dem ich eine kleine Animation beigesteuert habe. Und im Abspann stand mein Name. Auf der Leinwand, im Kino. Nicht so, wie ich es mir früher ausgemalt habe. Aber es ist passiert: knapp eine Minute Animation von mir auf der großen Leinwand.

Manchmal erfüllt sich etwas, nur in einer anderen Form. Genau das gibt Energie für alles, was als Nächstes kommt.

Danke an die infra für den Nachmittag und das kleine Kino-Highlight, an Udo Iwannek für den Text in der Animation, an die Agentur hannover.contex 4.0 und an Florian Arp (farbfotos), von dem alle Neuaufnahmen im Film stammen.

Patricia Schneider, Leinegrafik

Gäste auf dem Weg ins Apollo Kino, daneben eine Fahne der infra
Auf dem Weg ins Kino. Das Reel daneben zeigt den Tag, mit Ton.
Und heute?

Aus acht Etappen wurde ein Netz.

Die Animation endet 1993 mit der Kopernikusstraße. So groß ist das Stadtbahnnetz der Region heute.

123

Kilometer Streckennetz. Genau 123,1 km.

200

Haltestellen. Davon 19 U-Bahn-Stationen und 158 Hochbahnsteige.

39

Kilometer Gleis im Tunnel. Von insgesamt rund 268 km Gleis.

55

Gleichrichterwerke. Sie versorgen die Bahnen mit Strom.

Zahlen: infra Infrastrukturgesellschaft Region Hannover

Auftraggeber

infra Region Hannover

Film

hannover.contex 4.0, Neuaufnahmen: Florian Arp, Archivmaterial: NDR

Text in der Animation

Udo Iwannek

Animation

Leinegrafik

Fallbeispiel 2 · Fahrplan als Karte

Einmal rund um den Maschsee.

Wann legt das Schiff wo an? Die Antwort steht direkt an der Route.

Für die ÜSTRA haben wir die Grafik der Maschseeflotte neu aufgebaut, dazu einen Fahrplan für das Maschseefest und ein Icon-Set, das auf allen Medien gleich aussieht.

Statt einer Tabelle mit Uhrzeiten steht an jedem Anleger nur die Minute nach der Abfahrt am Nordufer. Wer die Runde verstanden hat, braucht keinen Fahrplan mehr.

Auftraggeber · ÜSTRA Hannoversche Verkehrsbetriebe
6Anleger

plus Löwenbastion an den Maschseetagen

44′bis Stadion

vom Nordufer einmal im Uhrzeigersinn

1Icon-Set

für Parken, WC und Anleger

3Wahrzeichen

Rathaus, Stadion und Löwe

Infografik der Maschseeflotte: Route um den Maschsee mit Anlegern, Abfahrtsminuten, Parkplätzen, Rathaus und Stadion
Die Runde

Abfahrt zur Minute.

Tipp: Fahr über einen Anleger, um ihn auf der Karte zu finden.

Im Stadtraum

Ihre Wege zum Maschsee.

Außerdem ist eine zweite Karte entstanden. Sie zeigt die Bus- und Bahnlinien und den Weg zum Maschsee, vor allem zum Maschseefest, das jeden Sommer drei Wochen lang am See stattfindet.

Sie nutzt dieselbe Bildsprache wie die Flottengrafik: wenige Farben, klare Icons und nur die Haltestellen, die man wirklich braucht.

Plakat Ihre Wege zum Maschsee in einer Haltestelle bei Nacht
Fragen zu Infografiken

Was vorher meistens gefragt wird.

Was ist der Unterschied zu einem Erklärfilm?

Eine Infografik zeigt alles auf einen Blick, man liest sie in seinem eigenen Tempo. Ein Erklärfilm erzählt nacheinander und gibt das Tempo vor. Eine animierte Infografik verbindet beides: Sie baut sich Schritt für Schritt auf und steht am Ende als Ganzes da, wie beim Stadtbahnnetz.

Kann eine Infografik auch animiert werden?

Ja. Wir legen die Grafik dann von Anfang an in Ebenen an, damit sie sich später Stück für Stück aufbauen lässt. So entstehen aus einer Datei Plakat, Social-Media-Clip und Film.

Arbeitet ihr mit unserem Corporate Design?

Ja. Farben, Schriften und vorhandene Icons übernehmen wir. Wo etwas fehlt, ergänzen wir es passend, zum Beispiel ein ganzes Icon-Set wie für die Maschseeflotte.

Für welche Formate geht das?

Plakat und Aushang, Website, Präsentation, Social Media und Bildschirme im Raum. Für die Kinoleinwand haben wir das Stadtbahnnetz in 4K gebaut.

Was muss ich vorbereiten?

Die Inhalte, die drauf sollen: Stationen, Zeiten, Zahlen oder Abläufe. Das darf ungeordnet sein. Herauszufinden, was wichtig ist und was weg kann, ist Teil der Arbeit.